Konzept

Was hat der Diskurs über Stadt und urbane Prozesse mit den Menschen zu tun, die davon betroffen sind? Welche Mitsprachemöglichkeiten hat jemand, der zwar Experte für seine eigene Lebensumwelt ist, aber die Sprache der Planung nicht versteht? Wo kann lokales Wissen einen Ort finden, an dem Talente aufgespürt, Fähigkeiten vermittelt und Können ausgebaut werden kann? Wo und wie soll die Gemeinschaft der Lehrenden und Lernenden zukünftig praktiziert werden?

Die MUB bei der Vorstellung (Bild: Tobias Meier)

Dies sind nur einige der drängenden Fragen, denen sich die Mobile Universität Berlin (MUB) widmet und gleichzeitig ein Angebot eröffnet: Ein multifunktionales Lastenfahrrad, das für verschiedenste Ansprüche mit Bauteilen und Materialien ausgerüstet ist, ermöglicht durch Kompaktheit, Mobilität und Fexibilität in kurzer Zeit eine Lehr- und Lernsituation zu schaffen und somit das lokale Wissen, die Kompetenzen und Talente vor Ort zusammen zu führen. Es dient als mobile Plattform, mit der Stadträume entdeckt, bespielt und diskutiert werden können und bietet somit ein Forum für ein gemeinsames Lehren und Lernen. Durch den Austausch über die gemeinsam gewonnenen Erkenntnisse kann der Diskurs über Stadt und urbane Prozesse in den öffentlichen Räumen Berlins stattfinden und dort ausgehandelt werden, wo Prozesse sich abzeichnen oder die Klärung einer Fragestellung notwendig ist.

Eine digitale Einheit ermöglicht einen schnellen Zugriff auf das Internet, um diskursrelevante Aspekte zu recherchieren, digitale Lehrräume zu besetzen, sich mit anderen Experten zu vernetzen, aber auch um eigene Ideen und eigenes Wissen auf die Webseite der MUB hochzuladen. So bildet sich von mal zu mal ein sich stetig füllender Fundus an lokalem Expertenwissen, das über das Internet auch ausserhalb des lokalen Rahmens zur Verfügung steht.

Die Mobile Universität Berlin ist ein gemeinsames Projekt von mikromakro | Urbanophil | Stiftung Freizeit