Workshop WIKISCAPES am 01. Juli

Wir leben in einer räumlich aufgeteilten, rechtlich abgesicherten und dicht bebauten urbanen Umwelt. Diese Umwelt hat Einflüsse auf unser Verhalten, darauf, wie wir sie wahrnehmen und nutzen, und somit darauf, was wir an bestimmten Orten tun oder nicht tun. Um diese Verhaltensweisen zu ergründen müssen wir vielfältige kognitive und sensuelle Werkzeuge entwickeln, die es uns ermöglichen Stadträume zu verstehen, diese zu deuten und bewusst auf sie zu reagieren.

Im Rahmen des Workshops „Wikiscapes“ soll ein Wahrnehmungsprozess initiiert und aus den gewonnenen Erkenntnissen Vorschläge zur künftigen Gestaltung des Ortes gemacht werden. Gemeinsam suchen wir einen zentralen Stadtraum auf, um darin einen konkreten, dicht bebauten Ort zu analysieren, an dem sich viele Nutzungen und Ansprüche überlagern.

Mitverantwortung als Schlüssel zur Beteiligung

Nach unserem Verständnis  ist der öffentliche Stadtraum ein Wikiscape, ein Raum, der als eine „Open Source“ gelesen werden kann, da er allen gehört die ihn nutzen und nutzen wollen. Er kann in diesem Sinne frei editiert und bespielt werden.

Um zu zeigen, dass jeder Ort Potentiale besitzt, sollen Möglichkeitsfelder ergründet werden und pragmatische Vorschläge zur Gestaltung gefunden werden. Ideen werden über die Vermittlung von Wahrnehmungs- und Gestaltungstechniken gefunden und sichtbar gemacht.

In insgesamt fünf Phasen sollen Methoden und Techniken vermittelt werden, die es jeder/m Teilnehmenden ermöglicht neue Sichtweisen auf den Stadtraum zu entwickeln und individuell Verantwortung für die unmittelbare Lebensumwelt zu übernehmen.

Der Workshop wird angeboten von Karsten Michael Drohsel (mikromakro/Urbanophil) und Ruben Jodar/Ines Aubert (Stiftung Freizeit). Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Los geht es 12 Uhr im BMW Guggenheim Lab im Pfefferberg; nach einer kurzen Einführung gehen wir gemeinsam zum Ort des Workshops.

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