Rückschau: The Phantom 08. Juli

The Phantom in Berlin

Am letzten Sonntag wurde im Weddinger Brunnenviertel nach Spuren des Phantoms gesucht, das in unterschiedlichen Situationen beobachtet und selbst verkörpert werden konnte. Die TeilnehmerInnen haben sich dabei mit der Frage beschäftigt: “Was macht das Besondere dieses Viertels aus und wie stellt sich das für die Bewohner dar?” Im Beobachten und in Gesprächen mit den Anwohnern konnte für Alle spannende Einblicke in ein größtenteils unbekanntes Gebiet gewonnen werden.

Spurensuche im Brunnenviertel

Neben den Ergebnissen der Gruppe wurden zudem einige Hinweise auf das Phantom an Passanten und Anwohner verteilt. Es lohnt sich also, in nächster Zeit selbst einmal auf die Suche zu gehen und die eigenen Erkenntnisse und Fundstücke auf dieser Website oder auf der Facebook-Seite des “Urban Phantom” zu dokumentieren.

Eines der vielen Fundstücke

Workshop THE PHANTOM am 08. Juli

In der zeitgenössischen Stadt überlagern sich diverse Formen der Kommunikation in unterschiedlicher Art und Weise. War früher der Kontakt zu Nachbarn, Freunden und Bekannten noch durch persönliches Gespräch geprägt, werden diese Kontakte nun durch digitale Kontakte überlagert. Kommunikation untereinander und Wahrnehmung der Anderen wird gleichsam virtueller und verbindet sich auf neue Weise in lokalen Situationen.

Im Workshop “The Phantom” soll diese Beobachtung aufgegriffen werden, indem sich die Teilnehmer auf die Suche nach solchen digitalen und analogen (Kommunikations-)Spuren machen. Das Phantomist dabei die verbindende “Person”, die alle Teilnehmer kennenlernen werden und sich in einem bestimmten Stadtraum die Fragen stellen: “Wer ist das?” und “Wie sieht seine/ihre Lebensumwelt aus?”. Wir wollen uns gemeinsam auf die Suche machen, welche lokalen und überregionalen Zusammenhänge bereits durch das Phantom geschaffen wurden und am Ende des Workshops sogar eigene Beiträge zu seiner/ihrer Geschichte erschaffen.

Der Workshop beginnt um 12 Uhr im BMW Guggenheim Lab; nach einer kurzen Einführung werden wir dann gemeinsam zum Ort des Workshops gehen. Durchführende sind Tobias Meier (Urbanophil) und Klementyna Świeżewska. Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

Rückschau: Public Pixels 24. Juni

Am letzten Sonntag hat die Mobile Universität Berlin in Moabit Halt gemacht und einige tolle Ideen und Ergebnisse mitgenommen. Kleine Boxen dienten als individuelle Pixel, auf denen Ideen und Wünsche für den öffentlichen Raum rund um die Heilandskirche festgehalten wurden. Dass dabei viel Kreativität freigesetzt wurde, zeigen die Bilder der Aktion. Zudem konnten unterschiedliche Pflanzen in diesen Prozess integriert werden, die jetzt teilweise rund um die Kirche aber auch bei den Teilnehmenden zuhause einen “grünen Pixel” bilden.

Alle Ergebnis werden in Folge digitalisiert und als Anregungen in den Ungestaltungsprozess des Ottoparks und Kleinen Tierarten eingespeist. Zudem werden die Pixel entweder in der Heilandskirche oder im BMW Guggenheim Lab ausgestellt. Näheres dann hier im Blog.

Wir danken allen Unterstützern der Aktion: Evangelische Kirchengemeinde Moabit West, Schulgarten Moabit / Schul-Umwelt-Zentrum Mitte, dem Projekt “Zuhause ist es am schönsten” / Frau Fuchs und den vielen Mitwirkenden vor Ort.

Workshop PUBLIC PIXELS am 24. Juni

Am 24.06. findet der nächste Workshop der Mobilen Universität statt. Nach einer kurzen Einführung werden wir uns nach Moabit begeben und ab 13 Uhr vor der Heilandskirche (Thusnelda-Allee) den Wandel des öffentlichen Raums bearbeiten. Vor dem Hintergrund des Umbaus der umliegenden Plätze sollen zukünftige Wünsche und Themen auf kreative Art festgehalten und ein bisschen Grün im Stadtteil verbreitet werden. Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

Rückschau: Lokale Impulsuniversität

Ein klassisches Format der Mobilen Universität ist die Impuls-Universität, die vom Impulsbüro mikromakro entwickelt wurde. Ziel der Methode ist es, Aufmerksamkeit auf bisher nicht beachtete oder ungewöhnliche Phänomene der Stadt zu lenken und gemeinsame Lerneffekte zu initialisieren. Hierfür werden unterschiedliche Materialien, wie Klebeband, Farbe, Knete oder ähnliches DIY-Material genutzt. Der Idee liegt zugrunde, dass alle Bürger als Experten für ihr Lebensumfeld gesehen werden und deshalb auch in einem “Call for Experts” für solche Prozesse die primäre Zielgruppe sind.

In dieser Tradition wurde auch im Rahmen des BMW Guggenheim Labs am 17.06. eine Impuls-Universität durchgeführt, die an dieser Stelle vorgestellt werden soll. Das Vorgehen war an sich dreigeteilt: In der ersten Stufe wurde gemeinsam mit der Stiftung Freizeit im Rahmen einer geführten Stadttour die Wahrnehmung geschult, indem auf fühlbare oder visuelle Reize der Gegend um den Teutoburger Platz hingewiesen wurde. Mit diesem Wissen wurden dann in einem zweiten Schritt eigene Wahrnehmungen der Teilnehmer und Passanten am Rosa-Luxemburg-Platz abgefragt. Im dritten Schritt entwickelten die Teilnehmer dann gemeinsam mit dem Team der MUB Ideen und Anregungen für die geäußerten Wünsche und Wahrnehmungen.

Als Ergebnis ist festzuhalten, dass die Situation vor Ort als sehr gut eingeschätzt wurde und die Menschen sehr zufrieden mit ihrem Umfeld waren. Einige Anwohner stellten den Wandel in der Einzelhandelsstruktur fest (z.B. Rückgang der unmittelbaren Nahversorger), hatten daran aber nichts auszusetzen, da die Wohnlage dadurch ruhig und unberührt blieb. Zudem wurde der Durchgangsverkehr als störend empfunden, so dass in der abschließenden Phase einige Ideen zur Verkehrsberuhigung entwickelt wurden. Zudem gab es einige Ideen zur Belebung der Ladenlokale wie ein öffentliches Lesecafé oder zusätzliche Aufenthaltsgelegenheiten.

Zusätzliches Ergebnis ist außerdem, dass viele Teilnehmer und Passanten, trotz der räumlichen Entfernung, den Mauerpark als zu bearbeitende Fläche angesprochen haben. In gewissem Maße hat sich der Ansatz also von der konkreten Fläche gelöst und hat seinen eigenen Raum definiert. Die gesamten Einreichungen der Teilnehmenden sind hier zu finden.